Wasser überall!

Wasser überall!

Ich habe das Gefühl, dass ich meine Blogeinträge meistens ganz ähnlich und zugegebenerweise sehr langweilig anfange. Und zwar nach dem Muster: „Nachdem wir beim letzten mal… sind wir jetzt…“ oder „Wie versprochen berichte ich dieses Mal von…“. Deswegen möchte ich dieses Mal mit einem Danke anfangen. Und zwar vielen lieben Dank an alle, die Kommentare unter meinem Blog hinterlassen. Das freut mich immer sehr, ganz egal ob nur einmal oder jedes Mal 5 Minuten nachdem ich auf „veröffentlichen“ drücke. Ich lese jeden Kommentar und freue mich über Feedback (gerne auch kritisch), persönliche Updates oder Erfahrungen, die meinen ganz ähnlich sind. Ohne die Kommentare würde ich viel weniger Arbeit in meine Berichte stecken, da ich so das Gefühl habe, dass ich das auch für jemanden schreibe, der oder die es gerne und gespannt liest. Als kurzgesagt nochmal: Danke! Bitte nicht aufhören.

Da ich jetzt schon eine andere Einleitung habe, kann ich ja jetzt wieder wie immer weitermachen: Wie letztes Mal versprochen, geht es dieses Mal um Karneval in Curitiba und mehr. Zu Beginn hier die besten Bilder vom Karneval:

Es gibt immer verschiedene Sambaschulen, die beim Karneval dann jeweils einen Umzug vorführen. Deshalb hatten wir auch die Möglichkeit, mehrere verschiedene Ansätze dafür zu sehen. Eine Sambaschule hat zum Beispiel Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein als Fokus gesetzt. Dort waren dann Tanzende als verschiedene einheimische Tiere aber auch als Recycling-Symbole und Müllmänner/-frauen verkleidet, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig und einfach Umweltschutz ist. Was alle Sambaschulen gemeinsam hatten, war natürlich der Samba und die gute Laune.

Wir waren auf jeden Fall alle sehr froh, den Karneval noch miterlebt zu haben, denn als wir die Daten für das Seminar bekommen haben haben wir befürchtet wir würden das ganz verpassen. Und somit war es auch kein Problem, dass wir nicht die absolute Ekstase in Rio erlebt haben, sondern nur das kleine Karnevälchen in Curitiba. Wobei das dem auch nicht gerecht wird, denn wir haben dort so viele Samba-Tanzende, -Lehrende und Veranstaltende gesehen, die sich so lange mit so viel Engagement auf diese Tage vorbereitet haben, um sich stolz zu präsentieren. Und davor, was sie auf die Beine gestellt haben, muss ich auf jeden den Hut ziehen, denn es war alles mit so viel Liebe gemacht. Die Kostüme waren nicht nur schön und elegant sondern haben auch eine Botschaft vermittelt, das Tanzen wirkte bei allen Tanzenden mühelos und frei, als ob sie das 24/7 durchtanzen könnten, die riesigen Wägen waren toll beschmückt und haben schon in der Ferne gestrahlt, als sie grade so am Ende des Zuges sichtbar wurden. Alles in allem war ich sehr beeindruckt, zu sehen was hier jährlich in jeder Stadt Brasiliens los ist. In unseren wenigen Tagen in Curitiba haben wir außerdem noch Capybaras gesehen!!! Und zwar in einem ganz „normalen“ Stadtpark.

Das war auch ein absolutes Highlight, denn wer will nicht gerne mit Capybaras chillen??? Hallo?? Wie auch immer, was man auf jeden Fall über Capybaras (Wasserschweine) sagen muss, ist, dass sie sich für nichts und niemanden interessieren und sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen. Absolutes Vorbild! Damit habe ich dann außerdem ein weiteres Tier von meiner Checkliste, welche Tiere ich unbedingt in Brasilien sehen möchte, abhaken können.

Um weitere Tiere von meiner Checkliste abhaken zu können und um eine weitere Hauptattraktion Brasiliens zu sehen, sind wir dann am nächsten Tag nach Faz do Iguaçu geflogen. Denn dort befinden sich die Wasserfälle von Iguaçu.

Kurz zu den Wasserfällen, sie sind das größte Wasserfallsystem der Welt, denn vom einen Ufer zum anderen sind es 2,7km, es gibt insgesamt 275 Wasserfälle, die hier nebeneinander liegen und die höchsten davon sind 82m hoch! Let that sink in. Ich denke damit ist klar, warum wir dorthin wollten. Das nahegelegene Wasserkraftwerk Itaipú (an der Grenze zu Paraguay) ist außerdem eines der größten der Welt und produziert teils mehr als das Wasserkraftwerk im Drei-Schluchten-Staudamm. Dazu später mehr. Es gibt auf jeden Fall genug Wasser dafür und für die Wasserfälle.

Da der Fluss Rio Iguazu, der dort fällt auch Grenzfluss zwischen Argentinien und Brasilien ist, gehören die Wasserfälle zur Hälfte Brasilien und zur Hälfte Argentinien. Von der Brasilianischen Seite hat man ein besseres Panorama und kann besser die gesamte Breite aller Fälle sehen und begreifen, außerdem sind die größten auf der brasilianischen Seite und lassen sich schwer von Argentinien aus sehen. Die argentinische Seite hat dafür eine schönere Komposition der Wasserfälle, da dort teilweise kleinere Wasserfälle und Pflanzen miteinander um Platz kämpfen und so hat man ein wunderbares grünes Bild von Wasserfällen.

1. Tag

Insgesamt sind wir 5 Nächte dort geblieben. Deshalb haben wir uns entschieden am ersten Tag nach unserer Ankunft erstmal die Wasserfälle von der brasilianischen Seite auf eigene Faust zu erkunden. Dafür sind wir erstmal etwas flussaufwärts zu einem Häuschen mit Terasse gelaufen. Dabei haben wir uns die ganze Zeit gewundert warum hier niemand ist, obwohl in den Bussen und sonst wo alles voll ist. Aber dadurch, dass man von dort nicht die Wasserfälle sehen kann, waren wir die einzigen dort und konnten kurz in einer Hängematte ausruhen :).

Von dort aus haben Charlotte und ich entschieden, den langen Weg entlang des Ufers zu gehen bis wir bei den Wasserfällen rauskommen.

Das hat sich auch gelohnt, denn auch dort waren nullkommanull Touristen. Wenn wir da schon die Tourimassen erlebt hätten, mit denen wir die nächsten tage zu tun hatten, hätten wir das wahrscheinlich nochmal mehr wertgeschätzt. Aber auch so war es sehr schön. Irgendwann hat sich auch schon das laute Gröhlen der Wasserfälle in der Ferne angedeutet und wir wurden immer aufegregter, sie endlich in echt zu sehen. Und dann waren sie da.

Um ehrlich zu sein, ist es schwer, jetzt noch irgendwas dazu zu sagen. Ich glaube, die Bilder sprechen hier für sich. Wirklich gigantisch! Wir waren dort unterwegs auf Wanderwegen direkt an der Klippe sowie auf Stegen, die näher an die Wasserfälle und mehr über die Mitte des Flusses geführt haben. Das schöne ist ja, dass noch so viel Grün um die Wasserfälle erhalten ist, was zum einen zeigt, wie schützenswert unsere Natur ist (nicht nur dort, wo kilometerbreite Wasserfälle sind) und wofür es sich lohnt, zu kämpfen, aber auch, wie gut Naturschutz kombiniert mit (Öko-)Tourismus funktionieren kann und wie sehr am Ende alle davon proitieren. Denn in dem Stück, das wir noch gelaufen sind vorher, war abgesehen von einem Trampelofad alles naturbelassen. Es lag auch kein Müll rum und man hatte wirklich nicht das Gefühl, dass man sich an einem Touristenhotspot aufhält. Wie gut der Naturschutz funktioniert, sieht man auch an den Tieren, die man dort immernoch sehen kann. Zum Beispiel Nasenbären (Quatis). Die sind überall rumgelaufen und haben vor allem dort, wo Essen verkauft wurde, versucht, das Essen zu klauen.

2. Tag

Am zweiten Tag sind wir dann mit einem Guide auf die argentinische Seite gefahren und haben uns dort herumführen lassen. Die Infrastruktur auf der Seite ist ein bisschen stärker ausgebaut, weshalb man fast überall Asphalt oder Beton auf den Wegen hat und klar markierte Rundwege ausgeschildert sind. Dadurch ist zwar alles wesentlich strukturierter und einfacher zu finden, aber dadurch fühlt man sich doch ein Stück mehr von der Natur abgeschirmt. Die Bilder waren trotzdem der Hammer.

Wie man sieht kann man von der argentinischen Seite vor allem diese lange Reihe von kleineren Wasserfällen mit mehreren Stufen sehen. Und diese Kante an der überall dünne Wasserfälle herunterfallen hat schon eine ganz besondere Ästhetik. Die Stege hier führen von oben bis hin zu den großen Wasserfällen auf der brasilianische Seite mit dem Unterschied, dass man sie hier nur von oben sieht, dafür ist man aber viel näher dran. Dadurch kann man richtig überwältigt werden von der Kraft, die das ganze Wasser hat, das da runterfliegt. Die Stelle, an der man sieht, wie von allen Seiten das Wasser über 80 Meter in die Tiefe stürzt nennt sich übrigens liebevoll „Teufelsschlund“ (Garganta do Diabo). Verständlich, muss ich sagen. Generell lässt sich außerdem sagen, dass auf der argentinischen Seite, die Wasserfälle noch enger in die Vegetation eingewebt sind, also wirkt es viel mehr wie ein Dschungel. Vor allem auch, da die Wasserfälle hier nicht so enorm groß sind wie auf der anderen Seite.

3. Tag

Nachdem wir jetzt schon beide Seiten der Wasserfälle gesehen haben, haben wir beschlossen, am dritten Tag eine kleine Auszeit von den Wasserfällen zu nehmen. Stattdessen haben wir uns in Richtung Paraguay aufgemacht. Ein paar Kilometer flussabwärts mündet der Rio Iguazu in den Río Paraná, welcher der Grenzfluss zwischen zunächst Paraguay und Brasilien und später auch zwischen Paraguay und Argentinien ist. Und in diesem Fluss wurde das Wasserkraftwerk Itaipú installiert, mitsamt Stausee. Wie schon erwähnt ist das Kraftwerk eines der größten der Welt. Theoretisch kann zwar das Kraftwerk vom Drei-Schluchten-Staudamm im China mehr strom produzieren, allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass Itaipú häufig in der Praxis mehr Strom produziert hat und somit das größte Wasserkraftwerk der Welt war. 2016 hat das Kraftwerk Itaipú außerdem einen Weltrekord in der jährlich produzierten Strommenge für ein Wasserkraftwerk aufgestellt. Dieser wurde zwar inzwischen wieder gebrochen, aber so kann man glaube ich die Maße etwas besser einschätzen. Da der Fluss und somit auch der Staudamm genau auf der Grenze von Paraguay und Brasilien liegt, haben beide Nationen Itaipú zusammen finanziert und gebaut. Deshalb gehört jetzt auch jedem Land genau 50% von allem, was zum Kraftwerk dazu gehört, auch der produzierte Strom.

Wir haben Itaipú natürlich auch besucht!

Auch wenn Paraguay 50% des Stroms gehört, verkaufen sie fast die Hälfte davon wieder an Brasilien und mit dem Rest (etwa 30% des gesamten Stroms) deckt Paraguay etwa 80% des Bedarfs für das ganze Land. Die restlichen 20% kommen übrigens auch ausschließlich aus Wasserkraft. Brasilien kann mit Itaipú etwa ein Viertel des eigenen Strombedarfs decken. Das ganze ist also wirklich ein Riesenteil und nein, ich werde nicht dafür bezahlt, dass ich das sage, aber ich würde auch Geld dafür nehmen, wenn jemand das anbietet ;). Ich würde ja immernoch gerne weitere unglaubliche Fakten zur Größe dieses Staudamms erzählen, aber das wäre dann glaube ich zu viel Staudammcontent und -werbung.

links der Stausee, rechts der Río Praná

Später sind wir dann auch noch in die angrenzende Stadt in Paraguay, Ciudad del Este, gefahren und haben die zwei wichtigsten Dinge im Leben gemacht: shoppen gehen und sich massieren lassen. Und ja, bevor ihr fragt, dafür muss man unbedingt nach Paraguay!!!!

4. Tag

Am letzten ganzen Tag, haben wir uns nochmal etwas besonderes vorgenommen. Und zwar eine Bootstour in die Wasserfälle!! Somit sind wir motiviert zum Touranbieter gefahren und haben uns die Optionen angeschaut und nach Ansicht aller Optionen und der Preise haben wir uns doch nochmal umentschieden. Wir haben dann das Rafting genommen, welches nicht direkt unter die Wasserfälle fährt, aber wesentlich preiswerter ist. Und im Nachhinein war das die beste Entscheidung die wir hättten machen können. Bei den anderen (normalen) Bootstouren wären wir mit 40 anderen Touris auf ein Speedboot gehüpft, motivationslos von einem Guide zugelabert worden, hätten dann einmal die Arme fürs Foto hochreißen müssen und wären wieder zurückgefahren, da die nächsten los wollen. Aber das Raftig war anders. Wir hatten das Gefühl, eigentlich macht niemand das Rafting, denn wir wurden dafür über irgendwelche abenteurlichen und versteckten Stege die Klippe herunter gebracht und haben dort erstmal nur zu viert gewartet bis nach einer Weile 2 Leute an unserer Anlegestelle mit dem anderen Speedboot abgesetzt wurden. Sie stellten sich als unsere Guides heraus. Und das Gummiboot, das an der Plattform befestigt war, war unser Boot.

Auch wenn wir das etwas anders und vor allem etwas weniger abenteuerlich erwartet haben, haben wir uns dann drauf eingelassen. Was auch schön war, war dass wir zu viert zwei Guides nur für uns hatten, denn es kam niemand mehr dazu. Was wir auch vorher nicht wussten, war, dass wir selber rudern und steuern mussten, zwar auf Kommando vom Guide, aber aus eigener Kraft. Allerdings ist das auch nur die halbe Wahrheit, denn unser „Kapitän“ hat sich als professioneller Ruderer herausgestellt und hat schon bei Weltmeisterschaften mitgerudert, wir waren also gut aufgehoben. Auf jeden Fall haben wir dann unsere Sachen in einem wasserdichten Sack verstaut und sind nach einer Sicherheitseinweisung losgefahren. Mit dem kleinen aufblasbaren Gummiboot auf dem reißenden Rio Iguazu. Echtes Rafting eben! Und so sind wir mit den Wasserfällen im Rücken losgepaddelt, mit voller Kraft voraus. Mitten durch die Strömungen und alles was Spaß macht.

Leider war es dann auch so schnell wieder vorbei wie es angefangen hat. Ein schöner Abschluss war noch, dass unser Guide am Ende meinte, wir dürften jetzt wenn wir wollen auch ins Wasser springen. Dort war der Fluss dann schon etwas ruhiger, aber Strömung hatte er immernoch. Aber dann haben wir uns eben am Boot festgehalten und sind bis zur Abholstelle mitgetrieben.

Der Rückweg war auch noch ein bisschen abenteuerlich, denn wir sind einfach mal den Pfad hochgelaufen, der dort scheinbar anfing, und nach 50m haben wir dann über uns einfach einen Affen bemerkt!

Und als wir gerade diesen wunderbaren Anblick genießen, die wildesten Affen, die ich bisher gesehen habe, kommt ein Ranger mit einer Gruppe im Schlepptau vorbei und meint, wir dürfen hier nicht sein sondern müssen wegen Versicherung das Shuttle benutzen. Wie auch immer haben wir es dann tatsächlich unbeschadet wieder zurück geschafft und sind nach einem spannenden und anstrengenden Tag nur noch ins Bett gefallen. Ein würdiger Abschluss für die Wasserfälle von Iguaçu!

Und wie nach jedem guten Urlaub haben wir uns inzwischen auch wieder gefreut, zurück nach Iracambi zu kommen. Zurück in den Dschungel und zurück dahin, wo es nachts leise ist und alles was man hört Tiere und Pflanzen sind.

Nach ein paar Tagen wieder einleben, sind Charlottes Eltern auch zu Besuch gekommen und haben sich Iracambi mal angucken können. Und neben netten Besuchen der Wasserfälle um Iracambi und gemütlichem Lagerfeuer gab es für sie auch noch etwas unvergessliches, und zwar eine Begegnung mit einem nicht so ganz freundlichen Bullen. Vorab: es ist alles glimpflich ausgegangen und es sind alle mit einem Schreck davon gekommen.

Unser Ziel an dem Tag war es, zwei unserer Kamerafallen zu installieren. Und um an die jeweiligen Stellen zu kommen, mussten wir eine Kuhweide überqueren, was eigentlich nie ein Problem ist, da meist nur weibliche Kühe auf den Weiden sind und diese meist friedlich sind. Aber was wir nicht wussten, war, dass kurze Zeit zuvor ein Bulle auf die Weide gesetzt wurde. Deshalb sind wir unwissend mit gutem Abstand an der Herde vorbeigelaufen, bis wir auf einmal das Geräusch von galoppierenden Hufen hören, uns umdrehen und einen prachtvollen Bullen auf uns zurennen sehen. Zum Glück gab es einige Bäume um uns herum, deshalb sind wir dann schnell alle hinter je einen Baum gehüpft. Der Bulle hat sich daraufhin ein paar Meter vor mir hingestellt und laut geschnaubt. Wir haben dann versucht ihn mit lauten Geräuschen und großen Ästen zu verscheuchen, aber das hat ihn nicht interessiert, stattdessen ist er ein bisschen um uns herum stolziert und hat mit den Hufen gescharrt. Spätestens da haben bei uns alle Alarmglocken geläutet, aber wir haben natürlich versucht ruhig zu bleiben. In der Zeit hat der Bulle dann angefangen laut zu muhen und in der gleichen Sekunde springt die gesamte Herde auf und stellt sich hinter dem Bullen auf. Wie so eine große Familie, die sich gegenseitig beschützt. Wie auch immer haben wir es dann geschafft mehr oder weniger langsam rückwärts wieder von der Weide runterzugehen. Aber auch da ist uns der Bulle gefolgt ud hat nochmal ganz genau geschaut, ob wir wirklich weggegangen sind. Und so sind wir dann tatsächlich unbeschadet wieder aus der Situation rausgekommen.

Jetzt im Nachhinein kann ich auch einige Dinge ein bisschen besser einordnen. Wahrscheinlich haben wir den Bullen provoziert, indem wir unwissentlich zwischen ihn und seine Herde gelaufen sind, was er als Bedrohung wahrgenommen hat. Was uns wirklich den Arsch gerettet hat, waren die Bäume, denn ganz ohne Schutz weiß ich nicht, was wir oder der Bulle gemacht hätten. Inzwischen meiden wir diese Weide so gut es geht oder versuchen uns immer fähige Begleitung zu besorgen, wenn wir wieder zu der Kamera müssen.

Zum Abschluss des Blogs habe ich noch ein wahrlich schönes Event und zwar den Blutmond/Mondfinsternis am 14. März. Soweit ich weiß, war dieser in Europa nicht wirklich schön zu sehen, aber hier in Brasilien war er wirklich optimal. Ich bin dann nachts um halb 4 aufgestanden und habe mich auf das nächste Feld gesetzt. Dort musste ich auch nicht lange suchen, denn der wirklich blutrote Mond war super gut zu sehen, obwohl es eigentlich eine eher wolkige Nacht war.

Es war leider auch kein besonders langes Vergnügen, dann er war insgesamt vielleicht für 1 Stunde rot und danach hatte er wieder den altbekannten Mondschein. Man konnte echt beobachten, wie der Schatten der Erde über den Mond wandert. Wirklich ein schöner und bezaubernder Anblick.

Und damit möchte ich mich auch fürs erste wieder verabschieden und bedanke mich nochmal, dass Du bis hierhin gelesen hast, es ist schön, zu wissen, dass die Arbeit, die ich mir hier beim Schreiben mache (es ist gerade 02:09 Uhr) nicht umsonst ist. Dankeschön! Bis zum nächsten Blog

Euer Emil


3 Antworten zu „Wasser überall!“

  1. Avatar von A.L.
    A.L.

    Also, damit deine Aufforderung nicht umsonst war, lege ich gleich los mit dem nächsten Kommentar:
    Obwohl ich ja schon einige deiner Erzählungen kannte, entdecke ich im Blog immer wieder was Neues. Z.B. die tollen Bilder vom Blutmond…wirklich beeindruckend. Der Ausflug nach Iguacu ist ja schon ein bisschen her, aber deine Begeisterung klingt, als wäre es gestern gewesen. Danke dafür!

  2. Avatar von Silka
    Silka

    Lieber Emil,

    was für ein umfassender Bericht von dir. Hab vielen Dank. Es ist dir mal wieder super gelungen mich/uns an deinen Erlebnissen teilhaben zu lassen… als wären wir ein bisschen dabei😉
    Mega recherchiert und wissensvermittelnd …
    Nun dauert es nicht mehr lange und du bekommst „hohen Besuch“- sicher freust du dich schon darauf.
    Ich hoffe, ihr meidet weiterhin die Kuhweide und wagt keine weiteren Experimente…
    Liebe Grüße
    Silka

  3. Avatar von JD
    JD

    Lieber Emil,
    schön, dass du dich über die Kommentare freust. So kann ich ein wenig von der Freude zurückgeben, die ich empfinde, während ich deine Blogeinträge lese. Denn auch bei diesem Eintrag habe ich beim Lesen gelacht, gestaunt, gezittert (wegen des Bullen!) und mich ein bisschen in Capybaras verliebt.
    Deine Berichte fühlen sich immer an, als wäre man live dabei und versetzen mich zurück in meine Zeit in Südamerika.
    Bitte schenke uns weitere Einträge, auch wenn es 02:09 Uhr ist. Danke für all die Bilder im Kopf und im Herzen. Und natürlich deine Fotos und Videos, die stets einen guten Einblick geben und deine Beschreibungen untermauern.
    Freu mich schon aufs nächste Abenteuer!

Antworte auf den Kommentar von JDAntwort abbrechen